Freitag, 25. Mai 2007 14:04
Neben der Tatsache, dass der steigende Bedarf an pflanzlichen Treibstoffen, zu Vertreibung der Bevölkerung aus ihren angestammten Wohngebieten führt und deren Nahrungsmittelsicherheit gefährdet, da es lohnender ist, die Industriestaaten mit Kraftstoff zu beliefern als die hungrigen Mäuler der eigenen meist Mittellosen Bevölkerung zu stopfen, kommt die Schweizer Energiestiftung SES zu dem Ergebnis, dass diese Treibstoffe keineswegs Energieneutral sind. (via Regenwald.org)
Klar wird einmal mehr, dass bei einem Grossteil der Biotreibstoffe ein Zielkonflikt zwischen einer forcierten Reduktion von Treibhausgasemissionen einerseits und einer positiven Ökobilanz andererseits besteht. Die SES fordert aus diesem Grund viel strengere Richtlinien des Düngemitteleinsatz, sowie ein Verbot des Imports von Biotreibstoffen der aus Produktion von durch Brandrodung gewonnenen Anbauflächen stammt. Bioethanol aus Palmöl oder Zuckerrohr von durch Brandrodung gewonnenen Flächen weisst nicht nur eine negative Ökobilanz, sondern zudem auch eine schlechtere CO2-Bilanz als fossile Treibstoffe auf.
Es steht ausser Frage, dass aus zwingenden Gründen des Klimaschutzes und des nahenden Peak Oil eine Reduktion und Substitution der masslos verfahrenen fossilen Treibstoffe forciert angegangen werden muss. Es kann und darf aber nicht darum gehen, eine für alle Seiten kontraproduktive Konkurrenzsituation zur essentiellen Nahrungsmittelproduktion für die Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung zu schaffen. In erster Linie ist Biomasse aus Abfall, Restoffen und Holz zu fördern.
Nicht überall wo Bio draufsteht ist auch Bio drin